Kurtaxe / Bildungsreisen

Liebe Gäste, seit Mai 2017 ist nach vielen Jahren durch die Gemeinde Zinnowitz eine neue Kurtaxensatzung in Kraft gesetzt worden.

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Preise

Der Preis für eine Übernachtung in St. Otto setzt sich aus drei Teilen zusammen: aus dem Zimmerpreis, aus den Tagessätzen (Servicepaket), aus eventuellen Zusatzleistungen.

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familie

Bienenksten 2

                St. Otto, Mai 2022

 „Mit dem Wind“...

… und was passiert dann? Ja, was passiert eigentlich dann? Jedes Frühjahr stellt sich mir als landwirtschaftlichem Laien diese Frage, wenn ich durch die Felder zwischen Sauzin, Neeberg und Krummin fahre. Ich unterscheide grob zwischen braun und grün, also Feldern, auf denen nichts oder noch nichts wächst und solchen, die offensichtlich bestellt wurden. Was da dann aber jeweils wächst? Keine Ahnung! Grün eben! Erst, wenn das Rapsfeld gelb blüht oder an den langstieligen Gewächsen auf dem Nachbarfeld kleine Maiskolben zu erkennen sind, dämmert bei mir die Erkenntnis. Allerdings nur bei Raps und Mais. Weiß der Himmel, oder zum Glück der Landwirt, was auf den anderen Feldern wächst, reift und gedeiht.

Auch bei anderen Nutz- und Ziergewächsen sind meine botanischen Kenntnisse eher schwach ausgeprägt. Kirsch- oder Apfelbaum? Klar kann ich die unterscheiden! Wenn die entsprechenden Früchte an den Ästen hängen. Vorher genieße ich den Anblick der blühenden Bäume und frage mich völlig unwissend, ein wenig neugierig aber immer erwartungsfroh: Was passiert dann?

Meine Unwissenheit wird mir übrigens von nicht wenigen meiner Mitmenschen als Dummheit oder alternativ auch Faulheit ausgelegt. „In der Schule nicht aufgepasst?!“ „Dafür gibt’s doch Google!“ „Du hast wohl kein Interesse an deiner Umwelt?!“ Alles Kommentare, die ich schon zu hören bekam.

Geht Ihnen das auch so? Sie wissen etwas nicht, gehen der Sache auch nicht auf den Grund und rumms – stehen Sie in der Ecke. Zusammen mit den anderen Trotteln. Wie früher in der Schule.

Von uns wird erwartet, dass wir uns immer informieren. Über alles! Und dadurch ganz genau wissen, was zukünftig passieren wird. Nur so können wir nämlich all das Schlimme vermeiden, das eine ungewisse Zukunft bösartig und hinterhältig vor uns versteckt. Schon als Kind versuchen Eltern oder Lehrer, uns mit warnenden Worten vor Gefahren und schlimmen Erfahrungen zu bewahren. Und in den Medien vergeht kein Tag ohne Warnung vor dem, was unweigerlich passieren wird. Ein arglos abwartendes und scheinbar beliebiges „Was passiert dann?“ ist da nicht angebracht. Im Gegenteil: Ungefragt erhält man sofort die einzig zutreffende Antwort, ergänzt durch überlebenswichtige Verhaltenshinweise. Abwarten und einfach „mal schauen“? Keine Alternative in unserer Gesellschaft in der jedes naive „Was passiert dann?“ selbstverständlich umgehend beantwortet werden muss.

Selbst auf die letzte entscheidende Frage, was denn nach dem Tod wohl passiert, gibt es eine konkrete und selbstverständlich wissenschaftlich, theologisch oder zumindest mit Überzeugung untermauerte Antwort. Wie diese ausfällt, hängt schlussendlich nur davon ab, wen man fragt…

Vor drei Wochen bin ich am frühen Morgen mit meiner entspannten „Was-passiert-dann-Stimmung“ durch die Felder gerollt. Auf einer Wiese standen, weideten oder lagen gemütlich mehrere Kühe. Eine Kuh sah seltsam aus. Irgendetwas hing an ihrem Hinterteil. Ich hielt an und, nachdem ich die Sonnenbrille auf den Helm geschoben hatte, blickte ich durch: Da war offensichtlich eine Geburt im Gange. Oder besser schon fast vorbei, denn im nächsten Augenblick plumpste ein Kälbchen aufs morgenfeuchte Gras. Die frisch gebackene Mutter leckte das Kälbchen und der Nachwuchs brauchte nur Augenblicke, um den Kopf zu heben und in die ersten Morgensonnenstrahlen seines jungen Kälbchenlebens zu blinzeln.

„Aber was passiert dann?“, fragte ich mich unwillkürlich. Das konnte, nein das durfte so nicht sein. Aus einschlägigen Fernsehserien wusste ich natürlich haargenau, was passieren musste. Dass die Geburt eines Kälbchens nämlich immer hochdramatisch ist. Immer! Unausweichlich! Geburt ohne Tierarzt? Einfach unmöglich! Es konnte also höchstens noch Augenblicke dauern, bis ein eifriger Veterinärmediziner mit wehenden Rockschößen, Stethoskop und langen Gummihandschuhen aus einem altersschwachen Offroader stürzen würde. „Halt durch Kälbchen!“, dachte ich unwillkürlich. „Hilfe naht!“

Während die Mutter ihr Neugeborenes weiterhin von den Spuren der Geburt säuberte, nahten andere Mitglieder der Herde und schauten sich den Neuankömmling in aller Ruhe an. Ein Tierarzt? Fehlanzeige. Die Herde hatte alles im Griff und den Nachwuchs freundlich muhend aufgenommen. Einfach tierisch entspannt, diese Herde Rindviecher! Mit meiner medial angeeigneten „Das-passiert-dann-Erwartungshaltung“ lag ich völlig falsch. Ging tatsächlich auch ganz ohne Tierarzt.

Wieder auf dem Rad, schüttelte ich mich, wie das neugeborene Kälbchen. Wieder ein Argument mehr für ein unvoreingenommenes, erwartungsoffenes „Was passiert dann?“! Zum Glück passiert eben nicht immer das, was wir erwarten, befürchten oder nach landläufiger Meinung unausweichlich ist. Dazu ist die Schöpfung viel zu unberechenbar. Zumindest für uns. Einen kenne ich nämlich, der tatsächlich ganz genau weiß, was passiert. Aber der, der verrät uns das nicht. Ist auch gut so. Denn so dürfen wir immer wieder völlig unbelastet, überrascht, staunend und frei von jedem Wissen um die Zukunft fragen: „Was passiert dann?

Herzlichst
Ihr
Markus Constantin
Rekto
r

Briefkasten S2

St. Otto, April 2022

 „Mit dem Wind“...

… über den Tellerrand geschaut. Oder doch lieber in den Briefkasten vor der Haustür? Es gibt, das haben Sie sicher auch schon beobachtet, zwei Sorten von Briefkastenbesitzern. Die einen ignorieren ihren Kasten völlig. Ist ja eh nichts Wichtiges drin. Höchstens Rechnungen! Oder Werbung, obwohl der Kasten einen deutlich zu erkennenden Werbeverweigungsaufkleber trägt. Ihr Briefkasten wird nur einmal in der Woche geleert. Reicht doch! Nur, wenn die Werbung aus dem Briefschlitz quillt, wird notgedrungen eine Zwischenleerung eingeschoben.

Ich gehöre zur zweiten Gruppe der Briefkasteneigentümer. Das Verhältnis zum bunten Kasten vor meiner Haustür ist von inniger, gegenseitiger Zuneigung geprägt. Fast könnte man es Liebe nennen. Täglich schaue ich mehrfach nach, ob nicht ein verirrter Brief, ein Werbeflyer oder vielleicht ein kleines Geschenk darin zu finden ist. Manchmal tröste ich den Briefkasten, wenn wieder ein Tag ganz ohne Postwurfsendung vergangen ist.

„Die Post ist doch schon längst durch!“, meint meine Frau kopfschüttelnd, wenn ich kurz vor der Tagesschau noch einmal nach unten gehe. Dabei kann man doch nie wissen, ob der Briefträger nicht vielleicht einen Brief oder eine Postkarte in seiner Tasche vergessen hat und – pflichtschuldig und im Wissen um meine Vorfreude auf Post – zum Ende seiner Tour noch einen Extraabstecher zu meinem Briefkasten eingelegt.

Nun haben wir ein kleines schwedisches Ferienhaus und auch dort gibt es natürlich einen Briefkasten. Der hängt in Schweden aber traditionell nicht am Haus, sondern befindet sich, zusammen mit den Briefkästen der Nachbarn aus der näheren Umgebung, an einer Art Briefkastensammelstelle direkt an der nächsten befahrbaren Straße. Der schwedische Briefträger fährt mit dem Auto vor und befüllt, ganz ohne auszusteigen, den ungeordneten Briefkastenhaufen am Wegesrand. Das geht auch richtig flott, denn die schwedischen Briefkästen sind alle unverschlossen und von oben zu öffnen. Deckelklappe auf und rein mit der Post!

Nun bekomme ich in Schweden natürlich nicht mehr Post, als zu Hause. Im Gegenteil: Mein Briefkasten dort weiß nicht einmal, wie ein Brief aussieht. Manchmal fragt er sich sicher, warum er da überhaupt herumhängt. Seine beiden Kollegen an unserem kleinen Sammelplatz haben es hingegen deutlich besser. Die gehören nämlich einheimischen Hauseigentümern.

Mein schwedischer Briefkasten und ich sind echte Leidensgenossen. Weil ich um seine traurige Situation weiß, besuche ich ihn, ohne jede Erwartungshaltung aus Solidarität natürlich trotzdem täglich. Und um meine Sehnsucht nach Postwurfsendungen zu stillen, werfe ich dann auch immer einen prüfenden Blick in die regelmäßig gut gefüllten Nachbarbriefkästen. Nur zur Kontrolle. Man kann ja nie wissen, ob in diesen nicht fälschlich ein an mich adressierter Brief gelandet ist. Selbstverständlich unterdrücke ich den Impuls, eine gerechtere Verteilung der Post vorzunehmen. Wer will denn schon die Rechnungen seiner schwedischen Nachbarn bezahlen?

Bei unserem letzten Aufenthalt im März bekamen die drei einsamen Briefkästen an der Straße nach Bäckaskog allerdings unvermittelt Gesellschaft. An einem sonnigen Nachmittag rückten drei fleißige Handwerker an. Sie hämmerten, sägten, bohrten und als sie nach einer Viertelstunde zurück in Ihren Wagen sprangen und grußlos verschwanden, da standen sie am Straßenrand: drei nagelneue, namenlose Briefkästen! Wir hatten die nicht bestellt! Auch unsere schwedischen Nachbarn waren irritiert. In der Presse hatte nichts von einer großangelegten kommunalen Geschenkaktion gestanden. Auch hatte keine andere Ansiedlung in der näheren Umgebung neue Briefkästen erhalten. Es musste sich also, so der kollektive Verdacht unserer kleinen Community, um irgendeine hinterhältige Gemeinheit gewiefter Betrüger handeln! Vielleicht wollten diese so Post erbeuten, die irrtümlich in die neuen Kästen eingeworfen wurde? Oder demnächst eine dicke Rechnung fürs Aufstellen präsentieren? Oder vielleicht handelte es sich bei den Kästen gar um drei scheinheilige Briefkastenfirmen im Nirgendwo? In den folgenden Tagen fiel uns auf, dass auch weiter entfernt wohnende Nachbarn vor den Briefkästen anhielten, den Kopf schüttelten und wieder ins Auto stiegen.

Irritation und Misstrauen – so reagieren wir auf viele Dinge. Und diese Reaktion ist keineswegs neu. Auch vor zweitausend Jahren waren die Menschen schon irritiert, als da plötzlich einer auftauchte, der die Auferstehung und das ewige Leben predigte. Was wollte dieser Typ? Der konnte doch nichts Gutes im Schilde führen, mit seinen vollmundigen Versprechungen! Das Misstrauen der Zeitgenossen Jesu war so groß, dass sie – wir wissen es alle – versuchten, der scheinbaren Bedrohung ein Ende zu machen. Kreuzigung und Schluss! Genützt hat ihnen das nichts. Zum Glück!

Vielleicht sollten wir versuchen, unser erlerntes und oft tief verwurzeltes Misstrauen gegen alles Neue und Ungewöhnliche öfter infrage zu stellen. Wäre Jesus nicht so hartnäckig gewesen und einfach auferstanden, seine Zeitgenossen hätten durch ihre unbegründete Angst zusammen mit ihm das zart erblühende Christentum ans Kreuz genagelt und damit für alle Zeiten erledigt.

Mehr Offenheit für Neues also. Was aber heißt das für unsere drei schwedischen Briefkästen? Vater, Sohn und Heiliger Geist werden dort wohl kaum einziehen. Aber vielleicht finden wir ja am Ostersonntag in jedem Kasten ein Osternest, das freundliche Mitmenschen dort für uns „eingeworfen“ haben? Vielleicht hatte auch ein unbekannter Spender Mitleid mit unserem wackligen, in die Jahre gekommenen Briefkastenständer? Zu Ostern statt den üblichen Schokohasen einen neuen Briefkasten? Könnte doch sein. In jedem Fall werden wir genau beobachten, wie sich die Sache entwickelt. Nicht misstrauisch, sondern neugierig, interessiert und unvoreingenommen. Vielleicht hilft es auch, wenn wir uns gelegentlich vor Augen führen, dass das, was heute für uns Christen so selbstverständlich ist, für die Jünger, ja für alle Menschen die vor 2000 Jahren in Jerusalem das erste Osterfest miterlebten, ein riesiges Mysterium darstellte. Da war damals eine richtig große Portion Glauben, Vertrauen und positives Denken gefragt!

Lassen wir uns immer neu ein, auf das Ostermysterium – das Fundament unseres Glaubens! Dann fällt es uns mitunter auch leichter, mysteriösen Popup-Briefkästen und andere Merkwürdigkeiten des Lebens weniger ängstlich zu begegnen.

Herzlichst
Ihr
Markus Constantin
Rekto
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Schranke 2

 

St. Otto, März 2022

Mit meiner monatlichen Kolumne versuche ich mich nach Möglichkeit aus der Tagespolitik herauszuhalten. Das klappt diesmal nicht. Allerdings musste ich keine inhaltlichen Änderungen vornehmen, obwohl ich den Text schon Mitte Februar geschrieben habe. Es geht diesmal um die Dummheit, Ignoranz und den Egoismus Einzelner. Solche Menschen sitzen leider nicht selten an den Schalthebeln der Macht. Gerade sehen wir, was sie dort anrichten können. Man sollte Herrn Putin eine strikte Nulldiät verordnen! Was ich damit meine? Lesen Sie einfach die folgenden Zeilen.

„Mit dem Wind“...

… naht sie mit dem Aschermittwoch unausweichlich, wie die Mahnung auf eine unbezahlte Rechnung: die vorösterliche Fastenzeit. Zu diesem Zeitpunkt liegen die guten Vorsätze für das neue Jahr schon einige Wochen zurück, sind umgesetzt, vergessen oder mangels Durchhaltevermögen ersatzlos gestrichen worden. Also findet sich – zumindest bei mir – wieder hinreichend Platz zur asketischen Gestaltung der siebenwöchigen Fastenzeit vor Ostern. Keine Chips, kein Eis, kein Alkohol, jeden Tag an die Umwelt denken, kein TV, weniger Kaffee oder auch kein sinnloses Onlineshopping – mit 55 Jahren hat man schon so einige Fastenprojekte mehr oder weniger erfolgreich absolviert. Und es ist gar nicht so einfach, jährlich einen neuen und darüber hinaus auch sinnvollen Fastenvorsatz zu finden. Wahrscheinlich erscheinen genau aus diesem Grund pünktlich zu jeder Fastenzeit zahlreiche, gut gemeinte Listen mit möglichen Fastenprojekten. Die Ähnlichkeit zu den unterschiedlichen Diätvorschlägen, mit denen uns Magazine und Werbung pünktlich nach den Weihnachtstagen drangsalieren, ist manchmal nicht zu überlesen. Fastenklassiker treffen dabei auf innovative Vorschläge, nachhaltige Ansätze auf revolutionäre Ideen. Da ist tatsächlich für fast jeden etwas dabei.

Mein diesjähriges Fastenprojekt habe ich allerdings keiner solchen Aufstellung entnommen. Vielmehr ist es beim Blättern in der Wochenendausgabe unserer Tageszeitung entstanden. Ein spannender Artikel befasste sich – eigentlich nur am Rande – mit der „Dummheit“. Und nach der Lektüre dieses Beitrags stand für mich fest: Ich plane für die diesjährige Fastenzeit ein exzessives Dummheitsfasten!

Nicht möglich, denken Sie? Dumm ist man, oder auch nicht? „Dummheitsfasten?! Wie soll das denn gehen?“, wurde ich deshalb bei der Bekanntgabe meines Fastenvorsatzes gefragt. Und tatsächlich hängt das Dummheitsfasten ganz eng mit der Definition der Dummheit zusammen. Bisher dachte ich immer – wie wahrscheinlich die meisten Menschen – das Gegenteil von schlau sei eben dumm. Wie schlau ein Mensch ist, hat dann mit der individuellen Intelligenz zu tun, die man bekanntlich über den IQ meint messen zu können. Ein schlauer Mensch hat demnach einen hohen IQ, ein dummer einen niedrigen. Somit verfügt also der Schlaue über ein geringeres Maß an Dummheit, als der Dumme. Die Kurzformel lautet deshalb: Hoher IQ = geringe Dummheit, niedriger IQ = große Dummheit. Insofern kommt dann das Dummheitsfasten tatsächlich auch nur für den richtig Dummen infrage, wie die Diät für den stark Übergewichtigen oder der Entzug für den Kettenraucher.

All das steht und fällt allerdings mit der Definition von Dummheit. In besagtem Zeitungsartikel, der die Inspiration für meine Fastenaktion lieferte, wurde die Psychiaterin, Frau Heide Kastner, wie folgt zitiert: „Das zentrale Merkmal von dummen Leuten ist, dass sie ausschließlich die eigene Position priorisieren.“ Zu kompliziert? Nein, Sie sind nicht dumm! Ich musste den Satz auch mehrmals lesen, aber jetzt interpretiere ich ihn gern für Sie: Nicht etwa der niedrige IQ vereint alle Dummen, sondern die Unfähigkeit oder der mangelnde Wille, über andere Meinungen als die eigene überhaupt nur nachzudenken. Menschen, die sich für besonders intellektuell halten, sind für diese Art der Dummheit also ebenso anfällig, wie klassische Schwarz-Weiß-Seher, Führungskräfte ebenso wie lautstarke „Ich-bin-das-Volk-Krakeeler“.

Eine Meinung haben dürfen wir alle. Was uns allerdings von den richtig Dummen unterscheiden sollte, das ist unsere Bereitschaft, die eigene Position immer wieder zu hinterfragen, gegebenenfalls zu korrigieren und die der anderen nicht ungeprüft und vorschnell zu diskreditieren. Dummheitsfasten bedeutet, dem anderen zuzuhören, offen zu sein, für Gedanken und Positionen, die von der eigenen Überzeugung abweichen, Verständnis zu entwickeln und Toleranz zu üben.

Als Christen, denen die Liebe zu den Mitmenschen als eines der beiden wichtigsten Gebote mit auf den Weg gegeben wurde, sollte das eigentlich kein Problem sein. Wer liebt, grenzt nicht aus. Wer liebt, hört zu. Wer liebt, sieht im anderen den Mitmenschen und nicht den Feind. Wenn wir uns intensiv auf Gott hin orientieren – und genau das ist der Sinn der Fastenzeit –, dann steht das Gebot der Nächstenliebe über allem. Das ist auch tatsächlich die einzige Position, die als Lebensmaxime nicht verhandelbar ist. Orientieren wir uns an ihr, dann wird alles gut!

Meinen IQ kenne ich übrigens nicht. Die Neigung, die eigene Position an der ein oder anderen Stelle als den Nabel der Welt zu betrachten, kann ich allerdings nicht leugnen. Aber nach sieben Wochen Dummheitsfasten sollte ich, wenn auch vielleicht noch nicht am Ziel, so doch auf einem guten Weg sein!

Gutes Durchhalten bei Ihrem diesjährigen Fastenvorsatz wünscht Ihnen
Ihr
Markus Constantin
Rekto
r

Corona-Regelungen St. Otto/Zinnowitz

 

Die gültigen Corona-Regelungen im Haus St. Otto finden Sie hier:

Aktuelle Corona-Regelungen in St. Otto

 

 

 

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