Kurtaxe / Bildungsreisen

Liebe Gäste, seit Mai 2017 ist nach vielen Jahren durch die Gemeinde Zinnowitz eine neue Kurtaxensatzung in Kraft gesetzt worden.

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Preise

Der Preis für eine Übernachtung in St. Otto setzt sich aus drei Teilen zusammen: aus dem Zimmerpreis, aus den Tagessätzen (Servicepaket), aus eventuellen Zusatzleistungen.

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St. Otto, August 2026

Mit dem Wind…

… über die Ernährung im Sommer sinniert. Leicht, vitaminreich und gesund sollte sie sein und nach Möglichkeit aus natürlichen Zutaten bestehen. Regional wäre schon gut, damit die Umwelt nicht belastet wird. Ja, und schmecken sollte das Ganze auch noch. Schwierig, denken Sie? Aber nein! Die einzig wahre Antwort auf die beste Ernährung im Sommer setzt sich aus drei Buchstaben zusammen: EIS! Nur über die Sorte lässt sich diskutieren. Klassische Schokolade oder Vanille, eher innovative Sorten wie Salted Caramel, Peppermint oder Engel-Blau, oder vielleicht gar ein Sorbet? Softeis oder die klassische Kugelform ist mir eigentlich ziemlich egal. Hauptsache kühl, süß und lecker!

Wenn Sie jetzt kritisch anmerken, dass sich mein eisgekühltes Ernährungsprogramm so gar nicht mit den anfangs aufgestellten Kriterien in Einklang bringen lässt, möchte ich entschieden widersprechen. So ein Eiskügelchen wiegt fast nichts. Erst recht das Sorbet. Luft, sag‘ ich Ihnen! Und das ein oder andere Vitamin lässt sich bei einer genauen Analyse der Zutaten bestimmt auch noch entdecken. Außerdem hole ich mir mein Eis natürlich in der örtlichen Eisdiele und lasse es mir – schon aus ganz praktischen Erwägungen – nicht von Amazon liefern oder aus Italien zuschicken. Regionaler geht’s doch gar nicht!

Das entscheidende Kriterium aber, das eine Portion Eis jeden Sommer an die Spitze meiner persönlichen Ernährungspyramide katapultiert, ist ja wohl klar: EIS SCHMECKT! Und ganz besonders gut, wenn die Temperaturen, ob infolge der Klimaerwärmung oder einer klassischen Hitzewelle, im Sommer die 30° -Marke erreichen.

Den Skandinaviern, die uns Deutsche beim Pro-Kopf-Eisverzehr locker in die Tasche stecken, schmeckt ihr Sommereis übrigens auch bei Schmuddelwetter und deutlich niedrigeren Temperaturen. Die brauchen dazu scheinbar gar kein richtiges Sommerwetter.

Das sieht ein großer Teil der hiesigen Bevölkerung ganz anders. Während sich bei Sonnenschein die Warteschlange an der örtlichen Eisdiele bis um die nächste Straßenecke schlängelt, kann der Eismann bei schlechtem Wetter ruhig ein Stündchen länger schlafen. Da verirrt sich bestenfalls einer der raren Sommerurlauber aus Dänemark oder Finnland in seinen Laden.

Wir haben sie einfach in uns, diese einschränkende „Wenn-Dann-Haltung“. Wenn das Wetter schön ist, dann wird Eis gegessen. Sonst nicht. Basta. Ein verregneter Sommer, und dem deutschen Eisverkäufer droht der Konkurs, während sein schwedischer Kollege auch bei Mistwetter auf einen soliden Umsatz bauen kann.

Vielleicht sollten wir einfach mal über eine Umkehr unserer unflexiblen „Wenn-Dann-Haltung“ nachdenken. Wenn wir uns zum Beispiel an einem durchwachsenen Sommertag – ganz gegen den Trend – ein großes Eis gönnen, dann fühlt sich das gleich nach Sommer, Urlaub und Erholung an. Eine ganze Eiswaffel voller guter Laune. Und wenn das noch nicht reicht, dann probieren Sie es mit einem kunterbunten Topping. Das hilft garantiert!

Übrigens: Bei Regenwetter sparen Sie sich garantiert das Schlangestehen und der Eismann schenkt Ihnen mit Sicherheit sein Sonn(en)tags-Lächeln. Versprochen!

Und falls Sie den lieben Gott in dieser Kolumne vermissen: Der sitzt bestimmt mit einem leckeren Eis in der Hand auf der Kirchentreppe und freut sich – wie der Eismann – auf Ihren Besuch, egal ob es regnet, stürmt und hagelt, oder die Sonne scheint.

Herzlichst
Ihr
Markus Constantin
Rektor   

St. Otto, Juli 2026

  „Mit dem Wind“...

 … mal etwas später zur Arbeit unterwegs gewesen. Auf der Zeltplatzstraße, kurz hinter dem kleinen Kreisverkehr in Trassenheide, bewegte sich eine Familie auf ihren Rädern in Richtung Zinnowitz. Die Mutter auf einem alten Hollandrad und der Vater mit einem Kinderanhänger an seinem ebenfalls in die Jahre gekommenen Bike legten ein gemächliches Tempo vor. Eskortiert wurde das Gespann von einem vier- oder fünfjährigen Radler im Deutschlandtrikot, der kräftig in die Pedale seines Kinderrades trat. Ich klingelte und reduzierte mein Tempo, um den Knilch auf seinem Rad beim Überholen nicht zu gefährden.

Während sich die Eltern bereitwillig von der Mitte der Straße an den rechten Fahrbahnrand bewegten, gab der Junior kräftig Gas und setzte sich mit seinem Minirad an die Spitze des Trios. Ganz schön flott unterwegs, dachte ich und wollte beim Überholen ein entsprechendes Lob an den jungen Mann bringen. Aber dazu sollte es nicht kommen.

„Du hast ein Elektrofahrrad! Du Schummler! Das gildet nicht!“, brüllte der Zwerg, während er so heftig in die Pedale trat, dass sein kleines Rad ins Schlingern geriet.

Ich war sprachlos. Für einen Moment. Dann versuchte ich, mich zu verteidigen. „Das ist kein E-Bike. Ich trete ganz allein!“, rief ich dem Mini-Biker entrüstet zu, während sich seine Eltern vor Lachen krümmten. So, das hatte gesessen! Zumindest kam kein Widerspruch, und ich nahm wieder Tempo auf.

Auf den letzten beiden Kilometer meines Arbeitsweges musste ich allerdings ordentlich schmunzeln. Das kleine Energiepaket auf zwei Rädern hatte ja irgendwie doch recht. Das Rad des Zwergs war viel kleiner als meines, besaß selbstverständlich keine Schaltung und war wahrscheinlich sogar noch schwerer, als mein Highend-Carbonrenner. Dazu meine längeren Hebel, mehr Muskelmasse, jahrelanges Training und – ich war gedopt. Zwei Tassen Kaffee mit der entsprechenden Menge Koffein zum Frühstück. Richtig geschummelt hatte ich nicht. Aber von einem fairen Vergleich konnte auch nicht die Rede sein.

Aber was ist schon fair? Genaugenommen ist doch jeder Vergleich von Leistung fragwürdig. Alter, körperliche Voraussetzungen, soziale Herkunft, finanzieller Background, persönliche Lebensumstände oder individuelle Stärken und Schwächen – es gibt so unendlich viele Parameter, die uns als Menschen ausmachen, dass ein Vergleich unter- oder miteinander immer eine mehr oder weniger große Portion Ungerechtigkeit enthält.

Nicht mal, wenn wir uns nur an uns selbst messen, klappt das mit einem fairen Vergleich. Kein Tag ist wie der andere. Oder sind Sie jeden Morgen mit der gleichen körperlichen und geistigen Frische am Start? Dann herzlichen Glückwunsch! Sie sind ein Übermensch!

Ein fairer, realistischer und eindeutiger Leistungsvergleich gelingt nur bei Maschinen oder Robotern. Da kennen wir alle Parameter und können sie in Relation zueinander setzen. Bei uns Menschen funktioniert das zum Glück nicht.

Und deshalb bin ich der Meinung, dass Schummeln eigentlich gar nicht verwerflich ist, solange es dabei um unser persönliches Wohlbefinden und nicht gegen andere geht. Ein bisschen Make-Up am Morgen, der E-Antrieb am Rad, eine Tasse Kaffee zwischendurch oder die Musik auf den Ohren, mit der alles leichter von der Hand geht. Das ist kein böses, unfaires Schummeln, sondern macht uns zu glücklicheren Menschen. Gilt übrigens auch und ganz besonders für das ein oder andere Gebet mit der Bitte um Unterstützung.

Ich finde ein bisschen Wellness-Doping-Schummelei gehört einfach dazu, damit wir den Alltag gut meistern können. Wie zum Beispiel ein Sommerurlaub in St. Otto auf Usedom. Sie werden staunen, wie leistungsfähig Sie nach zwei erholsamen Wochen bei uns im Haus wieder sind!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erholsamen Schummel-Sommer!

Herzlichst
Ihr
Markus Constantin
Rektor   

 

St. Otto, Juni 2026

 „Mit dem Wind“...

… über das Warum nachgedacht. Warum? Natürlich aus gegebenem Anlass! Das Amselpärchen, das seit Jahren zuverlässig in unserem Hof brütet, ist in diesem März nicht hereingeflattert. Vielleicht lag es am gestutzten Efeu? Oder am kalten Winter? Eventuell stand dem Paar aber auch der Sinn nach einer neuen Bleibe, oder – die schlimmste Möglichkeit – die beiden sind im Laufe des Jahres verstorben. Eine Antwort auf unser nachdrückliches Warum? Die blieb natürlich aus.

Früher, also in meiner Kindheit, waren die Adressaten für meine unzähligen Warum-Fragen, meine Eltern und später die Lehrer. Manchmal konnte auch die Sendung mit der Maus helfen. Oder Willi wills wissen. Ich war extrem neugierig und deshalb auch wohl eine rechte Nervensäge. Irgendwann behalf ich mir dann mit Lexika und Fachliteratur bis das Internet mit seinen unendlichen Möglichkeiten begann, meinen Wissensdurst zu stillen.

Warum fließt der Strom schneller als Wasser? Wie viele Kalorien hat ein durchschnittlicher Döner? Warum sind die Bananen krumm?  Die Antwort? Nur ein paar Klicks entfernt. Also, wenn man Netz hat. Klar: Man darf auch da nicht alles glauben, was man liest. Aber war das mit den Antworten unserer Eltern wirklich anders? Ich erinnere nur an den Osterhasen und das Christkind …

Oft geht es bei der Warum-Frage aber gar nicht um eine konkrete Antwort. Gerade, bei existenziellen Fragen schwingt da ein unscheinbares aber deutliches „Nur“ mit. Warum nur trifft gerade mich diese Krankheit? Warum nur habe immer ich so ein Pech? Warum nur mag mich niemand? Fragen, auf die weder die KI noch sonst irgendwer eine konkrete, zufriedenstellende Antwort in der Schublade hat.

Also vielleicht doch auf einen Hellseher, ein Orakel oder das Tageshoroskop zurückgreifen? Und dann wären da ja noch die zahlreichen Ratgeber in Buchform oder als Onlineformat. Irgendwo muss es doch Antworten auf die wirklich relevanten Warum-Fragen des Lebens geben! Apropos Leben: Gerade habe ich die KI mal gefragt, warum wir Menschen sterben müssen. Die Antwort lautet: Wir Menschen sterben, weil unser Körper einem natürlichen Alterungsprozess unterliegt. Super! Genau das, was ich hören wollte.

Die Kirche würde diese existenzielle Frage übrigens wie folgt beantworten: Wir müssen sterben, um zum ewigen Leben zu gelangen. Gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht besser.

Zwei Antworten und mit keiner bin ich zufrieden. Das liegt wohl daran, dass der von mir gedachte Subtext „Warum müssen wir überhaupt sterben und dürfen nicht einfach ewig – und natürlich glücklich und zufrieden - weiterleben? Welcher Pfuscher hat das denn verbockt? Und warum bitteschön korrigiert niemand diesen Lapsus?!“ unbeantwortet bleibt.

Und genau da wären wir dann beim Kern des Problems angekommen: Viele unserer Warum-Fragen sind nämlich im Grunde gar keine Fragen, sondern Klagen, Mängelanzeigen, Ausrufe der Verzweiflung oder auch Beschwerden, auf die es keine Antwort gibt, die uns zufrieden stellt.

Jetzt können wir uns natürlich in unserer Unzufriedenheit suhlen, anderen die Schuld an allen Miseren unseres Lebens und den Ungerechtigkeiten der Welt geben und uns lauthals über die Unfähigkeit der vermeintlich Zuständigen beklagen. Aber bringt das was? Na klar: Viel Lärm um nichts.

Ich schlage stattdessen vor, nicht bei jedem unklaren Sachverhalt endlos nach Erklärungen zu suchen, die uns am Ende oft gar nicht weiterhelfen. Versuchen Sie, nicht allem und jedem auf den Grund zu gehen, denn Vieles ist und bleibt für unser menschliches Denken unergründlich. Das ist nicht naiv, sondern macht das Leben einfacher, schöner und definitiv leichter. Wir müssen nicht alles verstehen, denn das können und wollen wir gar nicht.

„Glauben heißt nicht wissen“ lautet ein zumeist negativ gemeinter Spruch. Ich möchte dieses Credo aller Zweifler und Besserwisser im christlichen Sinne ein wenig umstellen: Nicht wissen heißt glauben! Vielleicht ein Ansatz, der manch sinnlose Warum-Frage überflüssig macht.

Das Amselpärchen hat sich übrigens mit reichlich Verspätung im Mai eingefunden. Warum erst so spät? Völlig egal. Hauptsache, sie sind wieder da.

Herzlichst
Ihr
Markus Constantin
Rektor       

 

Umbau Homepage

 

Aufgrund des Umbaus unserer Homepage funktionieren aktuell die Anmeldefomulare für unsere Hausveranstaltungen nicht.

Wenden Sie sich bitte per Mail an buero@st-otto-zinnowitz.de oder per Telefon 038377-740 an unsere Reservierungsabteilung.

 

 

 

 

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